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Diabetes mellitus / Zuckerkrankheit

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Regulation des Blutzuckerspiegels gestört ist. 

Nach den Mahlzeiten nimmt der Körper die Nährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette...) über die Blutbahn auf. Die Verwertung der Nährstoffe wird durch unterschiedliche Mechanismen geregelt. Im Falle der Kohlenhydrate erfolgt im Magen-Darm-Trakt deren Aufspaltung in die kleinsten Einheiten, die Traubenzucker- oder Glucosemoleküle. Diese werden in die Blutbahn aufgenommen und der Blutglucosespiegel steigt an. Normalerweise steigt nun gleichzeitig der Insulinspiegel im Blut an. Das Insulin ermöglicht nun, dass der Traubenzucker umgehend in die Körperzellen aufgenommen wird und somit der Blutzuckerspiegel niedrig gehalten wird (80 - 110 mg Traubenzucker pro dl Blut = 4,44 - 6,66 mmol/l).

Man unterscheidet 2 verschiedene Arten von Diabetes:

Typ 1 (auch jugendlicher Diabetes genannt), er tritt vorwiegend im Alter zwischen 10 und 20 Jahren auf. Bei dieser Art wird von der Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert und Insulin muss dem Körper zugeführt werden.

Typ 2 (auch Alterszucker genannt), tritt überwiegend bei Personen ab dem 40. Lebensjahr auf. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse noch Insulin, aber nicht mehr in ausreichender Menge. Die Folge davon ist ein Glucose-(Zucker-)anstieg im Blut. 

Bei Menschen mit Diabetes mellitus besteht ein Insulinmangel, der verschiedene Ursachen haben kann. Als Folge dieses Mangels steigt der Glucosegehalt im Blut an und die Körperzellen bekommen zu wenig dieses wichtigen Nährstoffes. Daraus entwickeln sich die typischen 

Anzeichen einer Zuckerkrankheit:

  • Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Antriebsarmut
  • Müdigkeit
  • Mattigkeit
  • Kraftlosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Sehstörung
  • Juckreiz
  • Hautentzündungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Infektionen der Geschlechtsorgane
  • Harnwegsinfekte
  • Gewichtsverlust

Bis es aber zu den ersten Anzeichen wie Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Juckreiz, schlecht heilenden Wunden oder gar Sehstörungen kommt, können Jahre vergehen.
Denn "Zucker" tut ja nicht weh!

Die genannten Symptome können auch zu anderen leichteren Krankheitsbildern gehören und werden oft nicht mit Diabetes mellitus in Verbindung gebracht.
In Deutschland gibt es ca. 200 000 erkannte Diabetiker Typ 1 und ca. 3 500 000 Typ 2, wobei hier die Dunkelziffer auf ca. 1 500 000 geschätzt wird!
Je früher aber eine Glucose-Toleranz-Störung erkannt wird, um so geringer ist die Gefahr der diabetesbedingten Folgeerkrankungen.

Haben Sie mehrere dieser Anzeichen bei sich beobachtet, sollten Sie sich unbedingt den Blutzucker messen lassen. 


Dies können Sie in einer Apotheke oder bei einem Arzt tun.

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