Die im Verlauf der Zuckerkrankheit häufig auftretenden Nerven- und Gefäßschäden,
meist an den Füßen, machen es unbedingt nötig, ganz besonderen Wert auf
die Fußpflege (siehe Füße
und Diabetes) und auf das richtige Schuhwerk und auf
geeignete Strümpfe zu legen.
Empfindungsstörungen sind die Ursache dafür, dass Gegenstände am
Innenschuh oder im Schuh sowie Nähte und Falten an Socken und Strümpfen
nicht bemerkt werden. Diese Druckstellen können zu Verletzungen und
vielgestaltigen Veränderungen am Fuß führen. Es ist nun ganz wichtig,
dass Hände und Augen daraufhin geschult werden, die Funktion der
Scherzempfindung zu übernehmen.
Schuhe:
Der richtige Schuh für Diabetiker hat eine wichtige Schutzfunktion. Er
kann helfen, Verletzungen vorzubeugen (nie barfuss laufen!).
Der Schuh hat
folgende Eigenschaften: ausreichend lang - ausreichend hoch - ausreichend
breit - besteht aus weichem Leder - hat innen keine dicken Nähte oder
sonstige Unebenheiten - hat Schnürsenkel oder Klettverschluss - hat ein
stoßdämpfendes Fußbett - hat flache Absätze (max. 5 cm)
Tipps für den Schuhkauf:
Schuhe am späten Nachmittag kaufen (Füße sind etwas größer).
Umrissschablone von jedem Fuß fertigen und diese in den Schuh
legen;
liegt diese Schablone glatt auf der Innensohle auf, ist im Schuh genügend
Platz.
Innenflächen des Schuhs mit den Händen auf Unebenheiten, harte Nähte
und Ösen prüfen. Für stark gefährdete Füße können
Spezialanfertigungen verordnet werden; über Einzelheiten kann der Arzt
informieren.
Täglicher Umgang mit den Schuhen:
Vor jedem Anziehen der Schuhe diese innen sorgfältig mit den Händen
auf Fremdkörper und Unebenheiten prüfen (Innenfutter kaputt, Nähte
geplatzt, Nagel im Innenschuh?).
Bei übermäßiger Bildung von Fußschweiß, Schuhe mehrmals täglich
wechseln.
Neue Schuhe am Anfang nur eine halbe Stunde täglich tragen; Tragezeit
langsam steigern. Bei der Fußinspektion besonders auf neugebildete
Druckstellen achten.
Strümpfe:
Strümpfe sollten aus atmungsaktiven Materialien bestehen
(Wolle,
Baumwolle, Seide). Strümpfe täglich wechseln, bei verstärkter
Schweißbildung mehrmals täglich; beim Strumpfwechsel Füße kurz in
klarem Wasser waschen und sorgfaltig trocknen. Beim Strumpfkauf auf die
richtige Größe achten:
zu große Strümpfe können Falten werfen, die zu
Druckstellen führen) und darauf achten, dass die Strümpfe keine dicken
Nähte haben. Die Strümpfe dürfen keine einschnürenden Stumpfgummis
haben.