Das Insulin soll subkutan, d.h. ins Unterhautfettgewebe injiziert
(gespritzt) werden. Dabei soll die Nadel, in die mit Daumen und Zeigefinger
gehaltene Hautfalte, im Winkel von 45o° - 90°
Grad eingestochen werden.
Bei dickem Unterhautfettgewebe oder bei Verwendung von kurzen
Nadeln kann senkrecht (90°) eingestochen werden,
ansonsten wird empfohlen im 45°-Winkel einzustechen.
Aus dem
Unterhautfettgewebe wird das Insulin gleichmäßig aufgenommen
(=resorbiert).
Wird in den Muskel gespritzt, wird das Insulin
ungleichmäßiger aufgenommen, was zu Blutzuckerschwankungen führen kann.
Beim Spritzen in den Muskel kann es zu einem schnelleren Wirkungseintritt
und einer kürzeren Wirkdauer des Insulins kommen, weil das Muskelgewebe
besser durchblutet ist.
Wichtig:
Nach einer Injektion soll die Nadel noch etwas in der Haut bleiben (am
besten langsam von 20 bis 30 zählen), damit sich das Insulin im
Unterhautfettgewebe verteilen kann und nicht durch den Einstichkanal
zurückläuft.